Verehrte Sponsoren,

Denken Sie auch, Aids - na ja, die armen Schweine - selber Schuld! Ich kenne ja Keine und Keinen und bin "Gott sei Dank" kein Betroffener?

Sind sie sicher, dass es so ist - und so bleibt? Wie würden Sie reagieren, wenn sie erkranken würden? Sie müßten ständig mit den Gedanken leben, wann ist es soweit, wann muß ich sterben,
kann ich nie wieder Sex haben, denn ich will ja niemand anstecken?
 

Zur näheren Erklärung und Intension:

AIDS ist seit ca. 20 Jahren bekannt. Das Immunsystem des menschlichen Körpers wird durch das HI-Virus systematisch ausgehebelt. Krankheiten, mit denen der menschliche Körper sonst ohne große Probleme fertig geworden ist, verlangen dem Organismus den Rest ab und führen dann zum bitteren Ende. Für die Betroffenen stehen immer weniger öffenntliche Mittel zur Verfügung, und deshalb haben wir den Verein Augsburger Aidsgala gegründet.

Wir möchten mit unserer Augsburger Aidsgala und weiteren Aktionen darauf aufmerksam machen, dass diese Krankheit nicht, wie vermutet, rückläufig ist, sondern nach den letzten erhobenen Zahlen einen weiteren Anstieg verzeichnet. Auch Deutschland kann sich leider diesem Trend nicht entziehen. Die anfänglich große Besorgnis beim Bekanntwerden der Krankheit ist mittlerweile, besonders bei jüngeren Menschen, in Unbekümmertheit umgeschlagen. Der nötige Selbstschutz und das dadurch entstehende Gefahrenpotential werden derzeit vielfach völlig außer Acht gelassen. Leider siechen und sterben immer noch viele Menschen an dieser Krankheit, aber noch schlimmer ist, dass sich immer noch viel zu viele Menschen anstecken.

 

 

Der Glauben, dass AIDS behandelt oder geheilt werden kann, ist leider nur bedingt richtig. Die Krankheitssymptome können zwar lange Zeit bekämpft werden, dies aber nur mit einem erheblichen Aufwand an Medikamenten. Die Lebensqualität bleibt dabei wegen zahlreicher schwerer NEbenwirkungen weitgehend auf der Strecke.

Heute kann sich leider niemand sicher sein, AIDS nicht zu bekommen. AIDS ist mittlerweile ein großes Problem der Heterosexuellen, d.h. eigentlich für jeden Mann und jede Frau geworden. Die Betroffenengruppen konnten früher sehr eng eingegrenzt werden, auf Bluter, Homosexuelle und Prostituierte. Dies hat sich gewandelt, diese Gruppen kennen ihre Risiken beim Sex, aber viele heterosexuelle Menschen nicht! Bei jedem Flirt, bei jedem Geschlechtsverkehr, besteht die Gefahr, sich anzustecken, denn Viele sagen aus Angst nicht, dass sie bereits positiv sind, und deshalb ist das Übertragungsrisiko nicht einschätzbar. Diese Krankheit können sie den Betroffenen nicht ansehen und anmerken.

Liebe Sponsoren, deshalb bitten wir Sie, uns zu helfen, sinnvolle Prävention zu betreiben und das Schicksal der Erkrankten zu lindern.

Alfred Hammel
Vorsitzender